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Spatenstich für neue Halle durch fünf neue Azubis


19.06.2007, von OTZ-Redakteurin Claudia Bioly

Lehrlinge an die Spaten

Firmengruppe Marks stellt fünf Azubis ein - und lässt sie Spatenstich für neue Halle machen
Mit den soeben überreichten Lehrverträgen bei der Firmengruppe Marks in Eisenberg: die künftigen Auszubildenden Eugen Ivasenko, Tristan Alt, Matthias Otto, Martin Spitzl und Oliver Dzengel (von links).
(Foto: OTZ/Dieter Urban)

Eisenberg. Zwei erfreuliche Anlässe gab's gestern in der Firma Marks HAL im Eisenberger Gewerbegebiet Nord zu begehen: Fünf künftige Azubis erhielten ihre Lehrverträge. Für eine neue Produktionshalle wurde der erste Spatenstich vollzogen. Und beides war direkt miteinander verbunden. Denn während sonst auf solchen Baustellen meist den prominenten Politikern die Spaten in die Hand gedrückt werden, übernahmen bei Marks die künftigen Fachkräfte diese Aufgabe. Politiker waren zwar trotzdem dabei - Landrat Andreas Heller (CDU) und Bürgermeister Ingo Lippert (SPD) -, hielten sich aber dezent im Hintergrund.

Jugend bleibt in Thüringen - unter dieser Devise begrüßte Geschäftsführer Lothar Marks vor der Lehrvertragsübergabe die Azubis und Gäste. Die Auftragslage der sich rasant entwickelnden Firma, die im November ihr 15-jähriges Bestehen feiern kann, ist offenbar sehr gut. Ebensolche Mitarbeiter zu finden, wird immer schwieriger. Da haben wir uns entschieden, einen Beitrag zu leisten und in größerem Maße selbst auszubilden, so Lothar Marks. Fünf Azubis bei 30 Mitarbeitern - das ist eine selten hohe Quote. Die verantwortlichen Lehrfachkräfte sind Jens Rabe und Andr Jechlitschek, der auch schon hier gelernt und heuer Zehnjähriges in der Firma hat.

Mit den Azubis, deren Lehrzeit am 1. September beginnt, wird die Firmengruppe 36 Mitarbeiter stark sein. Alle fünf jungen Männer haben bereits ein Praktikum in der Firma absolviert oder arbeiten auf Probe bis zum Beginn des Lehrjahres hier. Mehrere haben Abitur, einige vorher schon eine Lehre begonnen.

Lothar Marks mit zwei der Spaten für den symbolischen Akt.
(Foto: OTZ/Dieter Urban)

Auf die Firmengruppe Marks waren sie im Internet aufmerksam geworden, über die Arbeitsagentur oder die IHK. Nachdem sie sich vorgestellt und als motiviert und geeignet erwiesen hatten, ging alles ganz schnell. Tristan Alt aus Droyßig zum Beispiel hatte angefangen zu studieren, doch als er im Internet auf Marks' Ausbildungsangebot gestoßen war, mit Lothar Marks gesprochen und den Betrieb angesehen hatte, orientierte er sich sofort neu. Als hervorragend beschreibt er sein neues Arbeitsumfeld: Man lernt extrem viel, und vor allem zukunftsorientiert. Begeistert erzählte er einem Freund, Martin Spitzl aus Kayna (ebenfalls Sachsen-Anhalt), davon - jetzt beginnen Beide in Eisenberg eine Lehre zum Industriekaufmann. Die anderen drei, Matthias Otto aus Eisenberg, Eugen Ivasenko aus Stadtroda und Oliver Dzengel aus Weickelsdorf, werden dreieinhalb Jahre lang zum Zerspanungsmechaniker ausgebildet. Der Beruf klingt nicht spektakulär, aber wer bei der Firma Marks reinschnuppert (Interessierte ab 18 Jahre können das gern tun und sich z.B. in den Schulferien etwas dazu verdienen), der merkt schnell: Das ist reinste Computertechnik. CAD/CAM-Arbeitsplätze - das steht für computergestützte (Computer Aided) Entwürfe (Design) bzw. Fertigung (Manufacturing) und hat eine solide Zukunft auf dem gesamtdeutschen Arbeitsmarkt.

Das Ziel für die Firmengruppe Marks HAL als Systemlieferant für den Werkzeugbau, Formenbau, Maschinenbau bzw. als Lohnfertiger umreißt der Chef so: Es geht immer mehr in Richtung Sonderverarbeitung. Beim Preis können wir international nicht punkten, sondern nur durch kurze Lieferzeiten und hohen Qualitätsanspruch. Ein Beispiel: Komplizierte 3-D-Teile vorfräsen, tieflochbohren und innerhalb von fünf Tagen beim Kunden liefern - das ist unser Ziel.

Dazu investiert man bis zum Jahr 2009 rund 1,8 Millionen Euro, in die neue Produktionshalle, die jetzt draußen neben der bisherigen auf 800 Quadratmeter Fläche entsteht, in neue Maschinen - und in die Leute, die diese Maschinen künftig mit bedienen

19.06.2007