Werkzeugstahl-Service, Rohmaterial-Kleinmengen und Fixzuschnitte als Geschäftsidee - das thüringische Unternehmen Marks in Eisenberg füllt exakt jene Lücke aus, die von den großen Normalien-Herstellern und Metallhandels-Unternehmen als nicht interessant angesehen wird. Wenn sich ein mittelständischer Betrieb als "einmalig in Deutschland" bezeichnet, dann lohnt es sich wohl, da einmal etwas genauer hinzuschauen. Zumal es sich bei dem Betätigungsfeld "Systemlieferant für den Werkzeug- und Formenbau, Maschinenbau, Lohnfertiger" um ein Marktsegment handelt, das so gar nichts Außergewöhnliches an sich hat. Oder doch? Bereits beim Eintreten in die modernen Werkshallen der Schwesterunternehmen Marks GmbH und HAL Komponenten GmbH, Eisenberg, wird deutlich, dass die Uhren hier etwas anders ticken.
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Erinnern Sie sich noch an den Spruch aus DDR-Zeiten, der da lautete "Theorie ist Marx, Praxis ist Murks"?
Auf Lothar Marks, den wohl ausschließlich akustischen Nachnamensvetter des Ökonomen und Philosophen, trifft dies jedenfalls nicht zu.
Was dieser einstmals bürgerbewegte Kreisstädter seit 1992 unternehmerisch auf die Beine gestellt hat, ist überaus erstaunlich.


Er sei "begeistert", sagte Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) am Montagabend.
Zuvor hatte Lothar Marks in launigen Worten und mit faktenreicher Beamer-Präsentation seine Eisenberger Unternehmensgruppe vorgestellt.
Die besteht aus der Marks GmbH (Handelshaus) sowie der HAL Komponenten GmbH (produzierendes Gewerbe).
Einerseits werden kleine und mittlere Werkzeug- und Maschinenbau-Unternehmen sowie Lohnfertiger u. a. mit Werkzeugstählen, Alu, Kupfer, Messing, Graphiten ... beliefert - und zwar zügig: "Wir sind nicht die Billigsten, aber die Schnellsten", hat der Kreisstädter beobachtet, dass sich etliche seiner Wettbewerber nach Osteuropa verfügt haben. Das hat für sie viel längere Lieferzeiten zur Folge, die Marks problemlos unterbieten kann.
Weiterlesen: Ministerpräsident Dieter Althaus am 08.12.08 zum Unternehmensbesuch


Eisenberg. Zwei erfreuliche Anlässe gab's gestern in der Firma Marks HAL im Eisenberger Gewerbegebiet Nord zu begehen: Fünf künftige Azubis erhielten ihre Lehrverträge. Für eine neue Produktionshalle wurde der erste Spatenstich vollzogen. Und beides war direkt miteinander verbunden. Denn während sonst auf solchen Baustellen meist den prominenten Politikern die Spaten in die Hand gedrückt werden, übernahmen bei Marks die künftigen Fachkräfte diese Aufgabe. Politiker waren zwar trotzdem dabei - Landrat Andreas Heller (CDU) und Bürgermeister Ingo Lippert (SPD) -, hielten sich aber dezent im Hintergrund.
Jugend bleibt in Thüringen - unter dieser Devise begrüßte Geschäftsführer Lothar Marks vor der Lehrvertragsübergabe die Azubis und Gäste. Die Auftragslage der sich rasant entwickelnden Firma, die im November ihr 15-jähriges Bestehen feiern kann, ist offenbar sehr gut. Ebensolche Mitarbeiter zu finden, wird immer schwieriger. Da haben wir uns entschieden, einen Beitrag zu leisten und in größerem Maße selbst auszubilden, so Lothar Marks. Fünf Azubis bei 30 Mitarbeitern - das ist eine selten hohe Quote. Die verantwortlichen Lehrfachkräfte sind Jens Rabe und Andr Jechlitschek, der auch schon hier gelernt und heuer Zehnjähriges in der Firma hat.
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